Die «kleine Elfe»
Es ist eine wunderbare Geschichte, die da geschrieben wird und wir freuen uns diese zu teilen und zu erzählen…
Es waren einmal zwei Frauen, die hatten eine Idee. Diese Idee kreierte sich aus verschiedenen Berührungspunkten in ihrem Arbeitsalltag und könnte so umschrieben werden: «Es wäre doch schön, wenn wir auch im Emmental eine Kindertrauergruppe auf die Beine stellen könnten!»
So verblieben wir, wollten uns dann im neuen Jahr wieder treffen und uns intensiv mit dieser Idee auseinandersetzen.
Da kam ein Tag, an dem wir beide, jedoch unabhängig voneinander, in der lokalen Zeitung das kleine Inserat lasen. Die bernische Stiftung Elfenau sucht Projekte, insbesondere im Emmental, die sie finanziell unterstützen können. Weitere Informationen zur bernischen Stiftung Elfenau können sie nachlesen, wenn sie HIER klicken.
So haben wir uns an die Arbeit gemacht, ein erstes Konzept erarbeitet und das Gesuch eingereicht.
Dann war warten angesagt. Wir haben es gehofft aber ganz und gar nicht erwartet und sind jetzt entsprechend beflügelt, immer noch in den magischen Feenstaub eingehüllt und gefordert:
Unser Projekt Kindertrauergruppe Emmental wird mit der «kleinen Elfe», einem finanziellen Beitrag von Fr. 20’000.- unterstützt.
Die Dimension dieses grosszügigen Beitrags zur Unterstützung unsere Arbeit wird uns mit jedem Tag mehr und mehr bewusst. Durch den Zuspruch der «kleinen Elfe» können wir uns nun im neuen Jahr ganz konkret auf die Umsetzung konzentrieren und das Angebot im Frühling lancieren — zwei Anmeldungen sind schon eingetroffen!
Das Projektziel ist, dass Kinder&Jugendliche einen Raum und Ort erhalten, wo sie Fragen in Bezug auf den erlebten Verlust stellen können. Vor Ort sind kompetente Menschen, die diese Fragen adäquat beantworten können. Zudem sollen die Kinder durch thematisch angeleitetes Gestalten, in der Natur sein, Geschichten hören und im Austausch untereinander Worte finden, um ihre Gefühle und Empfindungen einordnen zu können. Rituale im Jahreskreis und ritualisierte Abläufe helfen bei der Trauerarbeit und beim Begreifen des Erlebten. Zudem erfahren die teilnehmenden Kinder, dass es noch andere Kinder, Jugendliche und Familien gibt, die ein ähnliches Schicksal teilen.
Lange sassen sie da und hatten es schwer. Aber sie hatten es gemeinsam schwer und das war ein Trost. Leicht war es trotzdem nicht.
Astrid Lindgren aus Ronja Räubertochter
An dieser Stelle ein GROSSER DANK an die bernische Stiftung Elfenau und die «kleine Elfe», die uns das Umsetzen und sorgenfreie Finanzieren der ersten Jahre ermöglichen.
Für uns ist diese «kleine Elfe» auch eine Wertschätzung für die wichtige Arbeit, die wir leisten und damit meine ich nicht nur Monika und mich. Sondern ALLE Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter und Trauergruppenleitenden schweizweit, die täglich so wichtige Begleitungen anbieten und Geschichten schreiben, die so lebensnah und berührend sind, wie sie eben nur das Leben schreibt…
Möge der Feenstaub uns alle beflügeln und uns in unserem Sein&Tun bestärken,
Christa Roth und Monika Steck
p.s. an dieser Stelle ist es uns wichtig, den Verein Familientrauerbegleitung zu erwähnen. Hier wird wichtige Vernetzungsarbeit gelebt und Unterstützung geboten – für Menschen die Begleitung in Anspruch nehmen aber auch für Menschen die Angebote und Begleitungen anbieten. HIER klicken für weitere Informationen.
Und gerne möchte ich auf einen Text zu Kindertrauer hinweisen, den ich im letzten Jahr verfasst habe, dafür HIER klicken.